Dienstag, 15. Oktober2019

Aktuelle Themen

Spezial: OB-Wahlkampf in Halle

Noch immer ist die Anteilnahme groß: Mehr als 2.000 Menschen haben am Montag in und vor der Marktkirche in Halle an einem ökumenischen Gottesdienst teilgenommen und der Opfer des rechtsterroristischen Attentats vom vergangenen Mittwoch gedacht. Im Gotteshaus waren neben vielen Hallensern und Politikern auch Freunde der hinterrücks erschossenen Jana L. und die Eltern des nur Minuten später getöteten Kevin S. aus Merseburg. Der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Halle Max Privorotzki (Foto) fand bewegende Worte. Er habe seit dem Anschlag mehr als 900 Beileidsbekundungen erhalten. Er zitierte aus zwei E-Mails. Friedrich Kramer, der Landesbischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, sagte:
Noch immer ist die Anteilnahme groß: Mehr als 2.000 Menschen haben am Montag in und vor der Marktkirche in Halle an einem ökumenischen Gottesdienst teilgenommen und der Opfer des rechtsterroristischen Attentats vom vergangenen Mittwoch gedacht. Im Gotteshaus waren neben vielen Hallensern und Politikern auch Freunde der hinterrücks erschossenen Jana L. und die Eltern des nur Minuten später getöteten Kevin S. aus Merseburg. Der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Halle Max Privorotzki (Foto) fand bewegende Worte. Er habe seit dem Anschlag mehr als 900 Beileidsbekundungen erhalten. Er zitierte aus zwei E‑Mails. Friedrich Kramer, der Landesbischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, sagte: „Die Tür hat gehalten – das ist das Wunder von Halle. Doch zwei Menschen mussten sterben – das ist die Wunde von Halle.“ Damit spielte er auf das Tor an, dass es dem 27 Jahre alten Attentäter Stephan B. unmöglich machte, in die Synagoge einzudringen und dort ein noch größeres Blutbad anzurichten. Derweil haben der Verein Zeit-Geschichte(n), die Stadt Halle und die Stadtwerke Halle bei der Saalesparkasse für die Angehörigen der Ermordeten sowie für die Betroffenen des terroristischen Anschlages vom Mittwoch ein Spendenkonto eingerichtet. Unter dem Kennwort „9. Oktober“ kann ab sofort auf das Konto mit der IBAN: DE55 8005 3762 1894 0941 89 gespendet werden. (Foto: Jan Möbius)

Bild des Tages: Stilles Gedenken

Bild des Tages: A14 führt durch Halle

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Karikatur: Oha, ein heißer Endspurt

Am 13. Oktober wird in Halle der nächste Oberbürgermeister gewählt. StäZ-Karikaturist Spatz sieht ein knappes Rennen. © Spatz, 2019  

Karikatur: Schuldnerberatung Dr. Wiegand

Karikatur: Das Ministerium schlägt zurück

Karikatur: Mischwesen in Japan

Wir veröffentlichen bis auf Weiteres wöchentlich ein Haiku der Woche. „anonymus delectatus“ ist ein Pseudonym unseres Haiku-Poeten. (Foto: Drobot Dean – stock.adobe.com)

Lesestoff: Lange Texte in der StäZ

Eichenprozession

Der musikalische Zauber der Sprache

Halle/Bad Lauchstädt/StäZ – Es ist eine späte, aber innige Liebe. Die Sopranistin Edda Moser gehörte bis Mitte der neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts aktiv…

Gregor Gysi spaziert durch Halle: Links vorbei am Roten Horizont

Halle/StäZ – Der Kandidat ist sichtlich aufgeregt. Einem bundesdeutschen A‑Promi seine Stadt zeigen: Hendrik Lange (Linke) macht das nicht jeden Tag – noch nicht.…

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Politik

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Eichenprozession

Neues Elefantenbaby im Zoo geboren

Klimastreik greift Raum

Kultur und Kunst

Alles auf Anfang

Das Lächeln ist die Maske des Verräters

(K)ein Käfig voller Narren 

Wirtschaft

Blaulicht

Schwerpunkt: Die Affäre um Teutschenthals Bürgermeister Wunschinski

Innenminister und CDU-Landeschef Holger Stahlknecht (Foto: Tobias Koch)

Richtigstellung

Auf www.staedtische-zeitung.de schrieben wir in einem Artikel mit der Überschrift „Stahlknecht lässt offenbar für Wunschinski die Muskeln spielen“ vom 27. Februar 2019 unter Berufung…

In eigener Sache: StäZ-Autor weiter von Strafverfolgung bedroht

Halle/StäZ – Gegen den Autor der Städtischen Zeitung Jan Möbius wird offenbar weiter strafrechtlich ermittelt. Grund ist die von Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) im…
Frank Bommersbach, Landtagsabgeordneter für die CDU und deren Fraktionschef im Kreist des Saalekreises (Foto: Rayk Weber / CDU-Landtagsfraktion)

Wunschinski-Affäre: Telefonate mit Gemeinderäten werden Fall für Staatsanwaltschaft

Halle/Teutschenthal/StäZ – Gegen den CDU-Landtagsabgeordneten Frank Bommersbach und seinen Parteifreund Ralf Wunschinski, den seit mehr als einem Monat beurlaubten Bürgermeister der Gemeinde Teutschenthal, ist…

Schwerpunkt: Rauschenbach – der teure Berater der Stadt

Rauschenbach-Ausschuss verzögert sich

Halle/StäZ – Der ursprünglich geplante Sonderausschuss des Stadtrates zur Aufarbeitung der Rauschenbach-Affäre verzögert sich. Nach StäZ-Informationen verschoben die Fraktionsvorsitzenden am Montag die eigentlich für…

Rauschenbach-Antwort lässt viele Fragen offen

Halle/StäZ – Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) hat am Freitag die lange angekündigte Antwort auf die große Stadtratsanfrage zum Thema Rauschenbach-Beratungen veröffentlicht. Sie soll am…

Interview zum Vergaberecht: „Projektanten dürfen keine Vorteile haben“

Projektsteuerung und Beratung – in Halle tobt seit September eine Debatte um die Rolle Jens Rauschenbachs, des Hauptberaters von Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos). Seit…

Kolumnen

Die geile Litfaßsäule

Ein hallescher Energiedienstleister wirbt derzeit mit dem Größten der Stadt. Gemeint ist ein Energiespeicher. Plakatiert sind Litfaßsäulen. Und natürlich springt da gleich wieder die Minderheitenbeschützergarde…
Juliane Uhl, Soziologin und Medienwissenschaftlerin, lebt in Halle. Sie arbeitet als Redakteurin des einzigen Magazins für Endlichkeitskultur, als PR-Frau in einem Krematorium und als freie Autorin und Künstlerin.

Weltoffene Hochschulen und tolerante Schokolinsen

In einem großen deutschen Lebensmittelmarkt gibt es seit Kurzem bunte Schokolinsen zu kaufen, die allerdings nicht einfach als gewöhnliche „Schokolinsen“ beworben werden. Auf ihrer…
Laura Lütt, Jahrgang 1994, studiert Jura an der Uni Halle. Dort ist sie auch wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für Strafrecht und Rechtsphilosophie/Rechtstheorie. Sie ist Mitglied im Vorstand der CDU Halle und Social Media Beauftragte des Bundestagsabgeordneten Christoph Bernstiel. Ihre StäZ-Kolumne schreibt sie natürlich selbst, und hat auch schon in ihrer Partei bewiesen, dass jung, konservativ-liberal und meinungsstark eine Mischung ist, mit der man auch in der CDU ab und zu aneckt.

Ein unvernunftbegabtes Wesen

Ich habe vor fünf Jahren – aus gesundheitlichen Gründen – mit dem Rauchen aufgehört. Dies wird von weiten Teilen der Gesellschaft im Allgemeinen als…
Thomas Schied ist Hausmann, Gelegenheitsmusiker und Hobbypolitiker. Obwohl er fünffacher Vater ist, hat er immer noch keine Ahnung von Kindererziehung und wird deshalb auch in seiner Kolumne nicht darüber schreiben. Zur Kommunalpolitik ist er durch Zufall und ein Bier zu viel in seiner Lieblingskneipe gekommen. Ernüchtert hat er nach seiner Wahl zum Stadtrat feststellen müssen, dass er sich von nun an um seine Freizeitgestaltung überhaupt keine Sorgen mehr zu machen braucht. Inzwischen nimmt er die Arbeit im Stadtrat ziemlich ernst und hat, obwohl er immer mal wieder Grund zu schlechter Laune hat, sogar Spaß daran.

Wie demütig wollen wir sein?

Essen, trinken, das schützende Dach über dem Kopf – sich denjenigen Quellen der Freude zuwenden, die leicht erreichbar sind und auf deren Genuss wir…
Arne Moritz unterrichtet an der Uni Halle Philosophie und Ethik und deren Didaktik. Seine Kolumne in der StäZ bietet jedoch, statt akademischer Philosophie, Berichte über das Philosophieren als Lebensform und über dafür offene Lebenslagen. Arne Moritz hat durchaus Lokalzeitungserfahrung. Als Schüler und Student schrieb er für eine Regionalzeitung in Baden-Württemberg. Der Chefredakteur dieser Zeitung bescheinigte ihm, dass die Leserschaft Herrn Moritz‘ Urteilsvermögen immer auch dann akzeptiert habe, wenn sie seine Überzeugungen nicht teilte. Dass sollte auf Deutsch wohl heißen: Moritz hatte abwegige Ideen, aber die Leute wollten die irgendwie lesen. Auf eine ähnlich geneigte Leserschaft hofft Arne Moritz auch in der StäZ. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Kommentare dieser Leserschaft vielleicht einen Weg in künftige Kolumnen finden werden.

Unsere Kolumnistinnen und Kolumnisten sind nicht Teil der Redaktion der Städtischen Zeitung. Ihre Beiträge geben daher ausschließlich ihre eigene Meinung wieder.